Wie Fig. 1a zeigt, befindet sich der Rotor 11 relativ zur Erregerspule 14 nicht im
"magnetischen Gleichgewicht", da die Zähne 15 nicht symmetrisch zu den Schenkeln 14a
und 14b ausgerichtet sind. Der Rotor 11 hat das Bestreben, die Position minimaler
Reluktanz einzunehmen, weshalb auf ihn ein Drehmoment wirkt, das in Fig. 1a symbolisch
mit einem Pfeil angedeutet ist. Zur Verdeutlichung der Drehbewegung des Rotors 11
ist einer der Zähne mit einem Punkt gekennzeichnet.
In der in Fig. 1b dargestellten Lage befindet sich der Rotor 11 in der magnetischen
Gleichgewichtslage. Das Magnetfeld kommt hier am stärksten zur Geltung, da die
größtmögliche Menge des ferromagnetischen Materials des Rotors im direkten Magnetfluß
liegt. Um den Motor nicht abzubremsen, wird die Erregerspule und somit das Magnetfeld
in dieser Stellung abgeschaltet.
Der Rotor 11 läuft aufgrund seiner Masseträgheit und/oder der Wirkung anderer, nicht
dargestellter Erregerspulen weiter, bis er die Position gemäß Fig. 1c erreicht, in
der ein Zahn mittig zwischen den Schenkeln 14a und 14b der Erregerspule 14 angeordnet
ist. In dieser Stellung wirkt das Magnetfeld nicht oder nur in sehr geringem Maße,
da die Angriffsfläche des Rotors sehr gering ist. Hierbei ist das Magnetfeld noch
ausgeschaltet, da der Rotor noch ausreichend Schwung besitzt. Sobald der Rotor 11 die
in Fig. 1c dargestellte Mittelstellung passiert hat, wird die Erregerspule 14 wieder
aktiviert, so daß sich ein Magnetfeld aufbaut, daß auf den Rotor ein Drehmoment
ausübt, wie in Zusammenhang mit Fig. 1a erläutert wurde. Anschließend beginnt der
Zyklus, wie in den Fig. 1a bis 1d dargestellt ist, erneut.